CEFR B1 • Nomen und Präpositionen
Viele deutsche Nomen verlangen eine feste Präposition, die den Kasus des folgenden Nomens bestimmt. Diese Verbindungen lassen sich oft nicht logisch ableiten und müssen als Paare gelernt werden – ein zentrales Thema auf dem Weg zum B1-Niveau.
Kernregel: Nomen-Präpositions-Paare müssen als feste Einheit gelernt werden. Die Präposition bestimmt den Kasus – wer das verwandte Verb kennt, kennt oft auch die Präposition des Nomens: sich interessieren für → das Interesse für.
Viele deutsche Nomen verlangen eine feste Präposition, die den Kasus des folgenden Nomens bestimmt. Diese Verbindungen lassen sich oft nicht logisch ableiten und müssen als Paare gelernt werden – ein zentrales Thema auf dem Weg zum B1-Niveau.
Kernregel: Nomen-Präpositions-Paare müssen als feste Einheit gelernt werden. Die Präposition bestimmt den Kasus – wer das verwandte Verb kennt, kennt oft auch die Präposition des Nomens: hoffen auf → die Hoffnung auf.
Was sind feste Präpositionen bei Nomen?
Manche Nomen verlangen eine bestimmte Präposition, die sich nicht aus der Bedeutung ableiten lässt – sie muss auswendig gelernt werden.
Die Präposition bestimmt den Kasus des folgenden Nomens.
Verbindung zum Verb: Viele Nomen-Präpositions-Paare stammen von Verben ab.
Wer das Verb kennt, kennt oft auch die Präposition des Nomens:
sich interessieren für → das Interesse für,
sich freuen über → die Freude über.
Aufbau
Ein Nomen mit fester Präposition bildet zusammen mit einem zweiten Nomen (oder einem Infinitivsatz) eine feste Wendung:
Nomen + Präposition + Nomen
- die Angst vor dem Examen
- das Interesse an Kunst
- die Freude über den Erfolg
- der Grund für die Verspätung
Nomen + Präposition + Infinitivsatz
- die Hoffnung, eine gute Stelle zu finden
- die Möglichkeit, an dem Kurs teilzunehmen
- der Wunsch, nach Berlin zu ziehen
Lernstrategie: Lerne das Nomen immer zusammen mit seiner Präposition und einem Beispielsatz – nicht isoliert.
Verwende Karteikarten: die Angst vor (+ Dativ) auf der Vorderseite, Beispiel auf der Rückseite.
Präpositionen nach Kasus
Mit Akkusativ
für + Akk.
- das Interesse für etwas
Er hat ein großes Interesse für Musik.
- die Begeisterung für etwas
Ihre Begeisterung für Sport ist ansteckend.
- der Grund für etwas
Der Grund für die Verspätung ist unklar.
über + Akk.
- die Freude über etwas
Die Freude über die Nachricht war groß.
- der Ärger über etwas
Sein Ärger über die Verspätung war spürbar.
- die Diskussion über etwas
Die Diskussion über das Thema dauerte lang.
gegen + Akk.
- der Protest gegen etwas
Der Protest gegen das neue Gesetz war laut.
- der Kampf gegen etwas
Der Kampf gegen Ungerechtigkeit motiviert sie.
- das Mittel gegen etwas
Es gibt kein Mittel gegen Heimweh.
Mit Dativ
vor + Dat.
- die Angst vor etwas
Die Angst vor dem Versagen lähmt sie.
- der Schutz vor etwas
Der Schutz vor Kälte ist notwendig.
- die Warnung vor etwas
Die Warnung vor dem Sturm kam zu spät.
an + Dat.
- das Interesse an etwas
Das Interesse an Sprachen wächst stetig.
- die Teilnahme an etwas
Die Teilnahme am Kurs ist kostenlos.
- der Mangel an etwas
Der Mangel an Schlaf schadet der Gesundheit.
mit + Dat.
- das Problem mit etwas
Das Problem mit dem System ist bekannt.
- die Schwierigkeit mit etwas
Die Schwierigkeit mit der Aussprache löst sich.
- der Kontakt mit jemandem
Der Kontakt mit Muttersprachlern hilft sehr.
nach + Dat.
- die Suche nach etwas
Die Suche nach einer Lösung beginnt.
- der Wunsch nach etwas
Ihr Wunsch nach Ruhe ist verständlich.
von + Dat.
- die Abhängigkeit von etwas
Die Abhängigkeit vom Smartphone ist ein Problem.
- die Enttäuschung von jemandem
Die Enttäuschung von seinen Eltern war groß.
zu + Dat.
- die Einladung zu etwas
Die Einladung zum Fest kam gestern an.
- der Beitrag zu etwas
Ihr Beitrag zur Diskussion war wertvoll.
Verbindung: Nomen ↔ Verb
Diese Paare teilen sich die Präposition. Wer das Verb beherrscht, erschließt das Nomen – und umgekehrt.
| Nomen |
Präposition |
verwandtes Verb |
Beispiel (Nomen) |
| die Angst |
vor + Dat. |
sich fürchten vor |
die Angst vor dem Examen |
| die Freude |
über + Akk. |
sich freuen über |
die Freude über den Sieg |
| das Interesse |
an + Dat. / für + Akk. |
sich interessieren für |
das Interesse an Kunst / für Musik |
| die Hoffnung |
auf + Akk. |
hoffen auf |
die Hoffnung auf Besserung |
| die Suche |
nach + Dat. |
suchen nach |
die Suche nach Arbeit |
| der Glaube |
an + Akk. |
glauben an |
der Glaube an Gerechtigkeit |
| die Reaktion |
auf + Akk. |
reagieren auf |
die Reaktion auf die Nachricht |
| die Einladung |
zu + Dat. |
einladen zu |
die Einladung zum Gespräch |
| der Ärger |
über + Akk. |
sich ärgern über |
der Ärger über den Fehler |
| die Abhängigkeit |
von + Dat. |
abhängen von |
die Abhängigkeit vom Wetter |
Achtung: Zwei Präpositionen, zwei Bedeutungen
Manche Nomen stehen mit mehreren Präpositionen – mit unterschiedlicher Bedeutung.
das Interesse an + Dat.
Interesse als Beteiligung oder Beschäftigung mit einem Bereich
- Das Interesse an dem Projekt ist groß.
— Beteiligung an etwas
- Das Interesse an Literatur nimmt zu.
— Beschäftigung mit einem Fachgebiet
das Interesse für + Akk.
Interesse als persönliche Neigung oder Vorliebe
- Ihr Interesse für Musik begann früh.
— persönliche Vorliebe
- Das Interesse für neue Technologien wächst.
— allgemeine Neigung
Weitere Paare mit zwei Präpositionen:
die Angst vor etwas (konkrete Befürchtung) •
die Angst um jemanden (Sorge um eine Person)
die Hoffnung auf etwas (Erwartung) •
die Hoffnung für jemanden (Hoffnung für eine Person)
Überblick: Häufige Paare auf einen Blick
| Nomen |
+ Präp. |
Kasus |
Fragewort |
| die Angst | vor | Dativ | Wovor? |
| die Freude | über | Akkusativ | Worüber? |
| das Interesse | an / für | Dat. / Akk. | Woran? / Wofür? |
| die Hoffnung | auf | Akkusativ | Worauf? |
| der Ärger | über | Akkusativ | Worüber? |
| die Suche | nach | Dativ | Wonach? |
| der Glaube | an | Akkusativ | Woran? |
| die Einladung | zu | Dativ | Wozu? |
| das Problem | mit | Dativ | Womit? |
| die Reaktion | auf | Akkusativ | Worauf? |
| der Mangel | an | Dativ | Woran? |
| die Abhängigkeit | von | Dativ | Wovon? |
Frageprobe: Mit den Fragewörtern wo(r)- + Präposition fragt man nach unbelebten Dingen:
Woran interessierst du dich? — An der Kunst.
Für Personen verwendet man Präposition + Pronomen:
An wem liegt das? — An ihm.
Zusammenfassung
- Nomen mit festen Präpositionen müssen als feste Paare gelernt werden – die Präposition ist nicht immer logisch ableitbar.
- Die Präposition bestimmt den Kasus des folgenden Nomens oder Pronomens.
- Viele Paare haben ein verwandtes Verb, das dieselbe Präposition verwendet – das erleichtert das Lernen.
- Manche Nomen stehen mit zwei verschiedenen Präpositionen und bedeuten dann etwas anderes (Interesse an / für).
- Die Frageprobe mit wo(r)- + Präp. hilft, die richtige Präposition zu kontrollieren.
Häufig gestellte Fragen – FAQ
Warum muss man Nomen mit festen Präpositionen auswendig lernen?
Die Verbindung zwischen Nomen und Präposition ist nicht logisch ableitbar – sie folgt keiner festen Regel. Man sagt zum Beispiel die Angst vor, aber die Hoffnung auf. Deshalb hilft nur gezieltes Auswendiglernen, am besten zusammen mit einem Beispielsatz.
Wie helfen verwandte Verben beim Lernen der Nomen-Präpositions-Paare?
Viele Nomen stammen von Verben ab und teilen sich die gleiche Präposition: sich freuen über → die Freude über, suchen nach → die Suche nach. Wer das Verb bereits beherrscht, kann die Präposition des Nomens oft direkt ableiten.
Was bedeutet es, wenn ein Nomen mit zwei Präpositionen stehen kann?
Manche Nomen ändern ihre Bedeutung je nach Präposition. Zum Beispiel: das Interesse an etwas (Beteiligung, Beschäftigung) vs. das Interesse für etwas (persönliche Neigung). Auch die Angst vor (konkrete Befürchtung) und die Angst um (Sorge um eine Person) unterscheiden sich.
Wie fragt man nach Nomen mit festen Präpositionen?
Für unbelebte Dinge verwendet man wo(r)- + Präposition: Woran interessierst du dich?, Worüber ärgerst du dich?. Für Personen nutzt man Präposition + Pronomen: An wen denkst du?, Über wen sprichst du?.
Häufig gestellte Fragen – FAQ
Warum muss man Nomen mit festen Präpositionen auswendig lernen?
Die Verbindung zwischen Nomen und Präposition ist nicht logisch ableitbar – sie folgt keiner festen Regel. Man sagt zum Beispiel die Angst vor, aber die Hoffnung auf. Deshalb hilft nur gezieltes Auswendiglernen, am besten zusammen mit einem Beispielsatz.
Wie helfen verwandte Verben beim Lernen der Nomen-Präpositions-Paare?
Viele Nomen stammen von Verben ab und teilen sich die gleiche Präposition: sich freuen über → die Freude über, suchen nach → die Suche nach. Wer das Verb bereits beherrscht, kann die Präposition des Nomens oft direkt ableiten.
Was bedeutet es, wenn ein Nomen mit zwei Präpositionen stehen kann?
Manche Nomen ändern ihre Bedeutung je nach Präposition. Zum Beispiel: das Interesse an etwas (Beteiligung, Beschäftigung) vs. das Interesse für etwas (persönliche Neigung). Auch die Angst vor (konkrete Befürchtung) und die Angst um (Sorge um eine Person) unterscheiden sich.
Wie fragt man nach Nomen mit festen Präpositionen?
Für unbelebte Dinge verwendet man wo(r)- + Präposition: Woran interessierst du dich?, Worüber ärgerst du dich?. Für Personen nutzt man Präposition + Pronomen: An wen denkst du?, Über wen sprichst du?.
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